Roli-Blog

Wilkommen im Blog der Roli-Bar.

22.02.2016

Fastenzeit

Margarita

Es ist Fastenzeit und eigentlich sollte man da ja eigentlich ganz auf Alkohol verzichten. Aber ein bisschen Fasten ist ja auch schon mal ein Anfang. Für den perfekten Kompromiss aus Genuss und Verzicht haben wir hier ein paar passende Cocktails zusammengestellt:

In Sachen Calorienärme sind der Mojito (Rum/4cl, Lime Juice/1cl, Minzblätter/10Stk, Zucker/2Tl, Sodawasser/4cl, Eis) und Caipirinha (Rum/4cl, Lime Juice/1cl, Limette/0,5Stk, Zucker/2Tl, Eis) zu empfehlen. Sofern man mit dem Zucker nicht übertreibt, Margaritas (Tequila/2cl, Cointreau/1cl, Lime Juice/1cl) und Daiquiris (Rum/4cl, Zuckersirup/1cl, Lime Juice/2cl) geben das Pendant für Mixerbesitzer ab. Kleine, aber feine Drinks, wie der Old Fashioned (Whiskey/4cl, Bitter/1cl, Zucker/1Tl, Eis), Whiskey Sour (Bourbon/4cl, Lemon Juice/2cl, Zuckersirup/1cl), White Russian (Vodka/4cl, Kahlua/1cl, Sahne/1cl, Eis) oder Mimosa (Orangensaft/8cl, Champagne/8cl) sparen an der Menge, nicht aber am Genuss.

Grundsätzlich sollte man auf schwere Zutaten, wie Kokosnussmilch, Cola, Grenadine, Red Bull und sogar auch Säfte verzichten und sich lieber an pure Drinks halten, die keine zuckerhaltigen Sodas enthalten. Die Faustregel: Back to the roots – Alkoholica, Bitters, Lime Juice, vielleicht ein bisschen Zucker und Eis. Aber so sehr man auch an den Ingredienzien dreht, um die 150 Kcal wird der „Fastendrink“ wohl mindestens haben.

19.01.2016

The drink that brings back your soul

Dieses Thema kennt man in vielen Ländern unter unterschiedlichen Namen: das Haar des Hundes, ein Keil mit einem anderen herausschlagen, einen Nagel mit einem anderen ziehen, kleiner Widerhall oder Reparatur-Seidl. Es geht darum, wissenschaftlich betrachtet, mit einem alkoholischen Getränk den Blutzuckerspiegel schnell anzuheben und somit (vermeintlich?) den Kater nach einer durchzechten Nacht zu vertreiben. Jetzt kommt einem sofort das Konter-Bier in den Sinn – doch muss es unbedingt ein Bier sein? Die verkaterten Chinesen haben unserer Meinung nach den schönsten (und für eine Cocktailbar passenderen Ausdruck) gefunden: the drink that brings back your soul, also der Drink, der Deine Seele wiederbringt.

Kontor-Cocktails kommen aus drei Richtungen: An erster Stelle stehen natürlich die Corpse Reviver, die genau dafür konzipiert wurden den Kater zu vertreiben. Diese Kategorie fährt schwere Geschütze auf und beinhaltet meist einen großen Anteil an Alkohol. Wenn es der Magen aushält, beleben sie die müden Geister; Wenn es der Magen nicht aushält übrigens aus. Wir finden den Corpse Reviver #2 am besten, der jeweils zu gleichen Teilen aus Gin, Zitronensaft, Cointreau, Lillet und einem Schuss Absinth besteht.

Einen ganz guten Konter-Cocktail gibt auch alles ab, was Zitrus, Zucker und Alkohol enthält. Dazu gehören die Sours, zum Beispiel ein Whisky Sour, Fizz, wie der Gin Fizz, aber auch einfach ein gepflegter Caipirinha.

Zu guter Letzt haben wir da noch die herzhaften Cocktails, wie die Bloody Mary. Die in unserer Gegend am besten übrigens mit Korn gemixt wird und nicht mit Vodka, dazu Sangrita oder zur Not Tomatensaft mit Tabasco, Worcester Sauce, Selleriesalz und einem Schuss Zitronensaft. Es gibt auch andere herzhafte Konter-Cocktails, die unter anderem Ketchup, Eigelb, (Oliven-)Öl und andere derartige Zutaten beinhalten. Schmeckt meistens genauso wie es klingt und besser geht es einem davon auch nicht.

Eine kleine Ausnahme bildet der Pickleback Shot: Ein Zwei-Phasen-Drink. Man stellt vor sich einen Whisky im Shotglas, daneben ein Shotglas Gurkenwasser (ja, wir meinen das Spreewälder Senf-Essig-Gewürzwasser, in dem die Gurken schwimmen). Dann erst den Whisky trinken und kurz danach das Gurkenwasser. Wirkt erstaunlicher Weise wunder.

25.09.2015

Wintercocktails nach Roliart

Der stereotypische Cocktail besteht nicht nur aus Basis, Modifier, Filler und vielleicht einem Flavouring Part, sondern meistens auch viel Eis. Das macht Cocktails zu einem typischen Sommergetränk, um die Hitze noch etwas mehr zu genießen. Die meisten Cocktails treten mit den Herbstfarben jedoch in den Hintergrund und schlummern den Winter über, bis die Temperaturen wieder steigen. Wir wollen unseren alkoholischen Mixgetränken zu mehr Herbst- und Winteraktivität verhelfen und geben ein paar Tipps für die kalte Jahreszeit.

Grundsätzlich ist Bechererovka, Whisky bzw. Bourbon, (aromatisierter) Rum oder Wodka eine gute Basis. Obstsäfte aus Früchten der gemäßigten Breiten wie Apfel, Birnen oder Pflaumen oder (Kokussnuss-)Milch bieten sich als passender Filler an. Winterliche Modifier und Flavouring Parts übernehmen gerne Zimt-und Vanillearomen, Kaffelikör, Cider oder auch Obstbrände.

Von White Russion, Standard-Grogs und Irish Coffee brauchen wir hier sicher nicht viel erzählen, lieber legen wir Euch einen nicht viel beachteten anderen Klassiker ans Herz – den Eggnog nach Roliart.

Dazu nehmt ihr ein frisches (!) rohes Eigelb, 2cl Cognac und 3cl (Bozkov-)Rum, ein Dash Kaffeelikör, eine Prise Vanillezucker, Muskatnuss und Zimt, alles in den Shaker und auf heiße Milch abseien.

Ein weiterer Favorit ist der russische Bär aus 4 cl Grasovka, einem Schuss Mandarinenlikör, etwas Zucker und frischen Zitronensaft, aufgefüllt mit Apfelsaft. Ein paar Stücken Ingwer runden mit Schärfe ab. Eine besondere Roli-Variante ist der brennende Bär. Dazu mixt man alle Zutaten, außer den Zucker zusammen. Dann gießt man auf einen Teelöffel Zucker etwas Stroh 80, zündet ihn an und lässt den karamelisierten Zucker in das Glas tropfen. Noch einmal kurz umrühren… und vielleicht auspusten. Nicht verbrennen!

Weniger Aufwand kann auch lecker sein – tauscht man bei der Piña Colada den Ananassaft gegen Zimtaromen erhält man einen Spiced Colada. Im Pear and Sparkling Cider mischen sich Birnensaft, Cider und etwas Soda mit Bourbon – eine eingelegter Birnenstreifen gibt zusätzlich Aroma.

Bei der heißen Hochzeit gießt man Grasovka auf heißen Apfelsaft und ein guter Darjeeling mit Becherovka ergänzt sich zum tchechischen Grog. Viele dieser Getränke lassen sich auch kalt genießen – für die ganz harten.

28.06.2015

Die Colada-Formel

Ananassaft, Sahne, Kokosnusscreme und Rum – das sind die Zutaten, die einen Piña Colada ausmachen. Er steht für den tropischen Cocktail schlechthin, fruchtig-süß und ist der Sommer-Cocktail. Aber neben dem berühmtesten Vertreter gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Cocktailvariationen, für die es sich lohnt einmal den Shaker zu schütteln. Zu den leichten Variationen gehört der Golden Colada, der durch den Zusatz von Galliano noch eine vanillige Note bekommt; oder der Pink Colada, der mit Grenadine den Drink farblich unterstützt.

Prinzipiell sind es bei der Colada-Formel jedoch zwei Bestandteile, die sich geschmackvoll variieren lassen, ohne dass der Cocktail seine tropische Gestalt verliert. Das sind zum einem die Säfte, allgemein eignet sich jeder Saft aus einer (tropischen) Frucht. Zum anderen die Spirituose, auch wenn Rum wirklich ausgezeichnet mit dem Kokosnussgeschmack harmoniert.

Sehr nah am Ursprung ist der Swimmingpool, bei dem Wodka anstatt Rum verwendet wird und bei dem man mit Blue Curaçao noch einen farblichen Akzent setzt.

Vielen Gästen sind die genannten Coladas aber zu süß, daher kann man statt dem Ananassaft auch Johannisbeersaft verwenden (French Colada) oder statt Rum lieber Campari (Campari Colada) oder eine abgeschmeckte Mischung mit Orangensaft und dem Bitterlikör seiner Wahl. Granberry oder Maracuja machen den Colada eher säuerlich. Apfelsaft eher noch süßer Für einen gepflegt übersüßtes Geschmackserlebnis sollte man dann doch lieber Erdbeersaft verwenden.

Fans von Getränken wie dem White Russian sind Mischungen mit Amaretto (Italian Colada) und Kahlúa (Mexican Colada) zu empfehlen. Mit etwas Schokoladensirup passt der Choco Colada auch schon mal zur Kaffeezeit.

Eins darf man jedoch nie vergessen: Die Kokosnusscreme macht den Colada! Kokosnussmilch ist zu dünn und zu fad und höchstens in Kombination mit etwas Kokossirup zu gebrauchen. Die Sahne sollte außerdem nicht zum Schlagen sein, da sonst der Colada flockt und steif wird. Man muss gut schütteln um, die Zutaten zu verbinden!

24.04.2015

Ein Mojito im Boadas (Barcelona)

Robert hat ein Kurztrip nach Barcelona gemacht. Er ließ es sich nicht nehmen einen Abstecher in die älteste Cocktailbar der Stadt zu unternehmen.

Wenn es einen CocktaBoadas - Roli Bar - Indooril gibt, der in Barcelona allgegenwärtig ist, dann ist dies der Mojito. Nicht nur auf den Getränkekarten steht er ganz oben, auch in den Parks und am Strand trifft man auf fliegende Cocktailverkäufer, die sich ganz auf den Verkauf des ursprünglich kubanischen Drinks spezialisiert haben. Wer an einem sommerlichen Tag das Wort „Mojito“ nicht zehn Mal gelesen und ein Mal gehört hat, der hat sein Haus nicht verlassen. Übrigens exisiteren zwei Erklärungen, wie der Drink zu seinem Namen kam. Nach der ersten Variante stammt er vom westafrikanischen mojo ab und bedeutet so viel wie „kleiner Zauber“, was wesentlich aufregender klingt als die spanische Etymologie mojar – nass machen.

Weil der Mojito anscheinend der Cocktail Barcelonas ist, muss man ihn auch eigentlich in der Bar Barcelonas trinken. Das Boadas ist zugleich die älteste und berühmteste Bar der Stadt und in Fachkreisen eine Institution. Hier hat schon Hemmingway seinen Mojito getrunken… oder seine 10… Die Bar ist klein, anscheinend immer ziemlich voll, aber gemütlich und erstaunlich gut gelüftet. Hinterm Thresen stehen drei Profis, es gibt keine Karte – nur eine kleine Liste mit den „Cocktail del Dia“. Das Beste ist natürlich die Show, weil die Bartender Cocktails wie den Dry Martini in zwei großen Rührgläsern durchs Abseien mischen – eine kunstvolle Alternative zum Rühren.

Den Mojito bereitet der Bartender im Boadas direkt im Glas zu, aber auch ohne viel Jonglage steckt einiges an suptiler Show im Mischen dieses Cocktails; vor allem durch das viele Rühren. Hier der Mojito á Boadas Barcelona:

Man braucht weißen Zucker, Angustura Bitter, frische Minze, Limettensaft, Sodawasser, weißen kubanischen Rum und natürlich Eis. Der Mojito wird in mehreren Etappen zubereitet, die immer durchs sachtes Rühren unterbrochen werden. Man kann sich ruhig Zeit lassen, damit das Minzaroma in den Drink übergeht. In der ersten Etappe gibt man den Zucker, einen Dash Angustura und die Minze in das Glas und drückt sie vorsichtig an. Nun etwas Limettensaft dazu und Soda darauf – rühren – anschließend Rum – rühren – Eis – rühren bis das Glas kalt wird – mit Soda auffüllen – kurz rühren –  Minzzweig dran – NICHT rühren – fertig.

Das ganze kann man sich auch vom Meister José Antonio Femenía persönlich vorführen lassen.

Zum Schluss noch ein kleiner Tip der Roli-Bar: probiert doch mal einen Mojito mit Spiced Rum und verwendet Hierba Buena Minze. Sie ist etwas frischer und weniger scharf als die Pfefferminze und Grüne Minze.

11.03.2015

Der Trend geht weiter

Gin Roli-BarAls wir vor ein paar Jahren gefragt wurden: „Soll Gurke in Ihren Gin-Tonic?“, da haben wir noch mehr verduzt als selbstverständlich genickt. Heute sind wir eher empört, wenn das Gemüse fehlt, das die Bitterstoffe neutralisiert. Und spätestens seit letzten Sommer hat Gin einen erneuten Hype erfahren; mit wortspielerischen Artikelüberschriften widmete sich damals die Presse dem Getränk („Auf der Suche nach dem Gin des Lebens“, „Das macht Gin“, „SimsalabimGIN“). Auch wenn nach wie vor Gin-Tonic das gefragteste wacholderhaltige Mischgetränk ist, kam damit Leben in die Cocktailszene und es wurden alte Rezepte herausgekramt und neue erfunden. Natürlich ist das auch an uns nicht spurlos vorbeigezogen und drei Dinge möchten wir gern mit unserer Cocktailgemeinde teilen:

Erstens steht da der Name Jerry Thomas (1832-1885), der um 1860 als erster Gin-Cocktail-Rezepte veröffentlichte. Unsere Empfehlung ist sein Improved Gin Cocktail, klassisch und trotzdem oho – der Absynth macht’s.

Überrascht hat uns: Gin aus Deutschland ist gefragt. „Monkey 47“, das Zugpferd des Trends, hat seinen Stall in einem kleinen Ort im Schwarzwald. Er wurde der Legende zu Folge zum ersten Mal von einem britischen Soldaten aus regionalen Zutaten destilliert.

Und zuletzt: Es gibt einfach zu viel guten Gin. Um sich in der Vielfalt zurecht zu finden, braucht man etwas Hilfe und die erhält man bei den Gin Nerds, zwei Bloggern aus Hamburg. Sie beschäftigen sich in einer beschwingten Art mit Ginmarken, ihrer Geschichte und ihrem Geschmack, aber auch mit dem Drumherum.

27.02.2015

Cocktails nach Maß

CocktailempfehlungWie trinke ich denn meinen Becherovka heute? Hinter dem Facebookauftritt Bohemian Bar Club der tchechischen Spezialität verbirgt sich ein wirklich überaus liebevoll gestaltetes Netzbonbon. Unser Liebling: Die Cocktailempfehlung für jede Gelegenheit! Einfach ein bisschen die Regler hin und her schieben und auf Cocktailideen kommen. Schönes Gimmick!

Cocktails in Zypern

Oli war in Zypern und hat dabei auch die Cocktailkultur gestreift.

14.02.2015

Roli-Bar…so etwas gabs wohl auch mal auf Nordzypern. Hier zu sehen: die Reste

mobile Bar Zypern mobile Cocktailbar Zypern

12.02.2015

Cocktails im türkischen Teil der Insel werden in local und import unterschieden. Man kann somit wählen ob man die gewohnten internationalen Spirituosen oder die lokalen Vertreter genießen möchte. Unsere „local“ Wahl wurde mit starken Kopfschmerzen am Folgetag belohnt. Die Geldbörse war zwar etwas voller jedoch der Kopf umso leerer…

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Der linke ist eine Mischung aus 7-up, Grenadine, Rum und etwas wofür es offenbar keine rechte Übersetzung gibt. Der rechte hingegen eine Mixtur aus Orangensaft, Kirschsaft und ebenfalls Rum. Beide schmeckten extrem süß mit einem starken alkoholischen Beigeschmack der nicht gerade zu Prädikat ausgewogen beitrug. Schön anzuschauen waren sie beide doch sollte man beim Cocktailgenuß in Nordzypern evt. doch die Import-Variante wählen…